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    <title>Capitalisme et écologie</title>
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    <category domain="https://www.ouvroir.fr/apropos/index.php?id=66">Numéros en texte intégral</category>
    <language>fr</language>
    <pubDate>lun., 05 janv. 2026 09:43:39 +0100</pubDate>
    <lastBuildDate>mer., 21 janv. 2026 15:02:32 +0100</lastBuildDate>
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      <title>Les crises environnementales. Des limites au capitalisme ? </title>
      <link>https://www.ouvroir.fr/apropos/index.php?id=213</link>
      <pubDate>mer., 14 janv. 2026 09:40:40 +0100</pubDate>
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      <title>Umweltkrisen. Grenzen des Kapitalismus? </title>
      <link>https://www.ouvroir.fr/apropos/index.php?id=217</link>
      <pubDate>mer., 14 janv. 2026 09:43:36 +0100</pubDate>
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      <title>Les modèles Amish. Veto technologique et crise environnementale </title>
      <link>https://www.ouvroir.fr/apropos/index.php?id=218</link>
      <description>Frédéric Graber se penche sur l’articulation entre innovation et écologie, à partir de l’exemple des Amish. En 2020, le président français Emmanuel Macron avait raillé les opposants écologistes à l’introduction de la 5G, en les renvoyant à un supposé « modèle Amish », technophobe et passéiste. Cet événement est révélateur d’un paradoxe de nos sociétés occidentales, qui se pensent « modernes », au sens où elles seraient en mesure de façonner leur propre destin, par exemple de répondre au défi du changement climatique, mais refusent simultanément de discuter des effets sociétaux des choix technologiques, considérant l’innovation comme intrinsèquement bonne, non pas seulement pour le système économique, mais plus généralement pour l’avenir des sociétés. La particularité des Amish réside justement dans leur réflexion approfondie sur les effets sociétaux des technologies, qu’ils peuvent modifier, brider ou refuser, selon leurs conséquences potentielles sur leur mode de vie. De ce fait, ils pourraient sembler incarner un modèle alternatif, permettant de répondre aux défis environnementaux du monde contemporain. Cela dit, sans être technophobes, les Amish ne sont pas franchement écologistes non plus. Revenir sur les « modèles Amish », c’est tenter de penser les contradictions dans lesquelles nos sociétés sont enfermées. Im Jahr 2020 war die Einführung einer neuen Mobilfunktechnologie (5G) in Frankreich Gegenstand einer Kontroverse über die Zweckmäßigkeit einer solchen energieintensiven Innovation und über das Fehlen von Studien zu ihren Auswirkungen. In diesem Zusammenhang verspottete der französische Staatspräsident Emmanuel Macron in einer mittlerweile berühmt gewordenen Rede die ökologischen Kritiker, indem er sie als Vertreter eines „Amish-Modells” bezeichnete, das technikfeindlich und rückwärtsgewandt sei. Es gebe nur einen einzigen möglichen Weg, nämlich den der Innovation, und jede Infragestellung, jede Diskussion zu diesem Thema müsse unweigerlich zur Akzeptanz der neuen Technologien führen. Das ist ein Paradox: Diese Rede ist symptomatisch für eine Gesellschaft, die sich als „modern” versteht, die beansprucht, ihr Schicksal selbst in der Hand zu haben, handlungsfähig zu sein und insbesondere Herausforderungen wie den Klimawandel bewältigen zu können, zugleich aber erklärt, dass man über technologische Entscheidungen und ihre gesellschaftlichen Folgen nicht diskutieren könne, weil Innovation an sich gut sei. Die Amish bilden eine Gruppe, die sich genau mit dieser zentralen Frage der gesellschaftlichen Auswirkungen von Technologien auseinandersetzt. Da sie konservativen Werten und Praktiken verbunden sind, legen sie Wert darauf, Innovationen im Voraus zu diskutieren, um zu beurteilen, wie diese ihre Welt verändern könnten. Entgegen dem oft verbreiteten Stereotyp sind die Amisch keineswegs technikfeindlich. Sie haben sogar maßgeblich zur Entwicklung der Landmaschinen im 19. Jahrhundert beigetragen. Aber sie nehmen Techniken nicht einfach an, ohne sich ihren Auswirkungen bewusst zu werden. Sie können bestimmte Technologien bei Bedarf modifizieren und einschränken, um sie ohne Risiko nutzen zu können, aber sie können auch echte Vetos einlegen. Diese Besonderheit ist in der Technikgeschichte wohlbekannt. Ihre Bedeutung, auch für andere Gesellschaften, wird jedoch kaum anerkannt, vor allem weil die Amisch für „unmodern” gehalten werden, als gehörten sie einer anderen Zeit an. Das ist jedoch nicht der Fall: Sie sind Teil der US-amerikanischen Gesellschaft und vollständig in die lokalen und globalen Wirtschaftsmärkte integriert. Sie sind auch keine Umweltschützer: Die Anerkennung von Umweltproblemen ist mit wissenschaftlichen und administrativen Institutionen verbunden, denen sie sehr misstrauisch gegenüberstehen. Das „Amish-Modell”, sofern es existiert, ist also vielschichtiger als es scheint. </description>
      <pubDate>mer., 14 janv. 2026 09:56:08 +0100</pubDate>
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      <title>Le capitalisme est-il compatible avec les limites écologiques ? </title>
      <link>https://www.ouvroir.fr/apropos/index.php?id=231</link>
      <description>Antonin Pottier examine, par une analyse conceptuelle, si le capitalisme peut être compatible avec des limites écologiques. Il s’efforce de définir et de clarifier le sens des termes employés, opposant par exemple la notion de limite à celles de frontière. Il montre alors que le capitalisme, entendu comme la logique d’accumulation du capital par des acteurs privés guidés par les perspectives de profit, ne contient pas de mécanisme interne permettant d’éviter le franchissement de frontières écologiques. Au contraire, la dynamique même de recherche du profit pousse à explorer les manières d’externaliser les coûts de production et donc à démultiplier les possibilités de franchir une frontière écologique. Der Artikel untersucht, ob der Kapitalismus mit den ökologischen Grenzen des Planeten vereinbar ist. Er unterscheidet zwei Arten von ökologischen Grenzen: Schranken und Schwellen. Ökologische Schranken sind absolute, unveränderliche Grenzen, etwa die Endlichkeit fossiler Energie oder seltener Rohstoffe, während ökologische Schwellen überschreitbare Grenzen sind, deren Überschreitung irreversible ökologische Kaskadeneffekte auslöst (z. B. Klimawandel, Verlust der Biodiversität). Der Kapitalismus, als ökonomisches System der privaten Initiative und Profitmaximierung, ist vereinbar mit den ökologischen Schranken. Die Verknappung von Ressourcen erzeugt steigende Preise, eröffnet neue Profitchancen, schafft Anreiz zur Substitution: Knappheit ist im Kapitalismus ein Antrieb, kein Hemmnis. Mit den ökologischen Schwellen hingegen ist der Kapitalismus grundlegend unvereinbar. Präventive Selbstbeschränkungen sind notwendig, um zu vermeiden, Schwellen zu überschreiten. Doch da der Kapitalismus auf der privaten Gewinnorientierung beruht, fehlen ihm die kollektiven Mechanismen, um solche Begrenzung durchzusetzen. Selbst wenn Kapitalisten ein Interesse am Einhalten der ökologischen Schwellen hätten, scheitert kollektives Handeln an dem Trittbrettfahrer-Effekt: jeder wird den Weg der maximalen Rentabilität verfolgen, in der Hoffnung, dass die anderen die Kosten tragen. Außerdem werden die Folgen einer Überschreitung der ökologischen Schwellen erst spät sichtbar, und deshalb von der Marktlogik nicht rechtzeitig berücksichtigt. Bis hier wurde der Kapitalismus als reine Logik des privaten Profits verstanden. Man kann sich aber fragen, ob man zum selben Schluss kommt, wenn der Kapitalismus nun als historisch-institutionelles System betrachtet wird. Mit dieser Herangehensweise existiert der Kapitalismus historisch nie „rein“, sondern immer in enger Verflechtung mit dem Staat und anderen gesellschaftlichen Institutionen. Er wird je nach Epoche unterschiedlich reguliert, und deswegen sind seine ökologischen Wirkungen nicht mehr bestimmt, sondern kontextabhängig. Staatliche oder internationale Regulierungen können zwar ökologische Schwellen schützen, die sowohl lokal als auch global sind (z. B. Ozonschicht mit dem Montrealer Protokoll), aber diese Regulierungen scheitern meist bei globalen ökologischen Schwellen wie Klimawandel. Unter den im Artikel dargestellten Erklärungen scheint die Theorie der Verlagerung der Kosten von Karl William Kapp die überzeugendste zu sein. Unternehmen verlagern ökologische und soziale Folgekosten auf die Allgemeinheit, indem sie Verschmutzungskosten nicht selbst tragen. Die staatliche Regulierung reagiert darauf meist zu spät und kann immer nur einzelne Schäden korrigieren, während die kapitalistische Dynamik fortlaufend neue Externalitäten hervorbringt, bis das Regulierungssystem aus verschiedenen Gründen überfordert ist: zu lange Reaktionszeiten, mächtige Koalitionen von Partikularinteressen, schwierige Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Regulierungsebenen. Der Artikel kommt daher nicht zu dem Schluss, dass der Kapitalismus mit allen Grenzen unvereinbar ist, wohl aber, dass seine innere Dynamik ihn dazu treibt, immer neue ökologische Schwellen zu überschreiten, bis er unweigerlich eine tatsächlich überschreitet. </description>
      <pubDate>mer., 14 janv. 2026 10:06:47 +0100</pubDate>
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      <title>Anthropozän oder Kapitalozän? </title>
      <link>https://www.ouvroir.fr/apropos/index.php?id=246</link>
      <description>Benjamin Beuerle greift die Debatte um die Verwendung des Begriffs „Kapitalozän“ anstelle von „Anthropozän“ auf und analysiert anhand dreier Fallstudien, wie sich die Umweltpolitik vom Ende der UdSSR bis zum Russland der Ära Putin entwickelt hat. Er beschreibt, dass die Sowjetregierung unter Gorbatschow den menschengemachten, bedrohlichen Charakter des Klimawandels erkannt und Maßnahmen zur Emissionsreduktion und zur Entwicklung regenerativer Energien in Erwägung gezogen hatte. Auf lokaler Ebene wurden Maßnahmen getroffen, um die durch den Autoverkehr verursachte Umweltverschmutzung zu verringern. Diese Politik wurde in der postsowjetischen Ära teilweise fortgeführt. Erst unter Putin wandelte sich die Position der Regierung hin zu einer Leugnung des Klimawandels und die erneuerbaren Energien wurden zugunsten fossiler Energieträger, die als geopolitisches Instrument genutzt wurden, vernachlässigt. Er schließt daraus, dass der Wandel in der Umweltpolitik weniger dem Wechsel zwischen Wirtschaftssystemen, vom Sozialismus zum Kapitalismus, als vielmehr der persönlichen Orientierung eines führenden Politikers geschuldet ist, dessen Regime auf fossilen Energieträgern fußt. Faut-il parler de « capitalocène » plutôt que d’« anthropocène » ? Pour contribuer à ce débat, l’article esquisse trois études de cas qui retracent l’évolution de politiques climatiques depuis l’Union soviétique tardive jusqu’à l’ère Poutine. La première examine les positions gouvernementales quant au changement climatique, la deuxième se penche sur la question des émissions automobiles dans le kraï de Primorié (la région autour de Vladivostok) et la troisième sur celle des énergies renouvelables. La dernière décennie de l’URSS a vu naître une nouvelle orientation en matière de politique environnementale et climatique à différents niveaux. Des voitures ont été retirées de la circulation afin de réduire les émissions, des énergies renouvelables ont été développées et des initiatives visant à limiter les émissions nocives pour le climat ont été lancées. Qu’en est-il advenu après 1991 ? En Extrême-Orient russe, l’importation de voitures d’occasion japonaises est devenue un phénomène massif et le kraï de Primorié est devenu la région avec la plus forte densité automobile de Russie. Cela a entraîné une augmentation des gaz d’échappement nocifs pour l’environnement et le climat. À la fin des années 2010, la proximité du Japon et de la Chine a toutefois permis à la région de jouer un rôle de pionnier en Russie dans le domaine de la mobilité automobile à faibles émissions (voitures hybrides et électriques). Alors que cette étude régionale dresse un bilan ambivalent de la transition d’une économie planifiée vers une économie de marché, les deux autres études de cas montrent, pour les années 1990, une certaine continuité avec la période précédente, durant laquelle Gorbatchev et une partie de son gouvernement avaient développé un programme plus humaniste, comprenant des mesures visant à réduire les gaz à effet de serre. Des documents gouvernementaux décrivaient alors le changement climatique comme anthropique et menaçant. Une série d’installations géothermiques et éoliennes étaient réalisées. À partir du début du règne de Poutine, en revanche, les déclarations climatosceptiques se sont multipliées, tandis que les énergies renouvelables ont été reléguées au second plan. Dès son arrivée au pouvoir, Poutine a misé sur les matières premières fossiles comme instrument géopolitique, stratégique et économique essentiel. Le changement décisif n’est donc pas tant imputable au passage du socialisme au capitalisme qu’aux personnalités politiques et à leurs valeurs. </description>
      <pubDate>mer., 14 janv. 2026 10:20:07 +0100</pubDate>
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      <title>Qualitätsarbeit als Rebellion </title>
      <link>https://www.ouvroir.fr/apropos/index.php?id=258</link>
      <description>Birgit Müller blickt auf die Erfahrungen junger deutscher Aktivisten, die Ende der 1970er Jahre in West-Berlin selbstverwaltete Produktionskollektive gründeten, um mit der kapitalistischen Profitlogik und der vorprogrammierten Obsoleszenz zu brechen. Diese Pionier.innen und kritischen Erben des Marxismus verstanden die „Qualität der Arbeit“ – die Produktion nachhaltiger, reparierbarer und sozial nützlicher Güter – als politischen Akt. Sie entwickelten Praktiken, die auf die Abschaffung der hierarchischen Arbeitsteilung abzielten und produktives, soziales und ethisches Handeln miteinander in Einklang bringen sollten. Die Autorin zeigt allerdings auch auf, wie die Konfrontation mit den marktwirtschaftlichen Realitäten das egalitäre Ideal und die konkreten Arbeitsbedingungen in ein Spannungsverhältnis versetzte. Vierzig Jahre später nimmt sie die Spur einiger ihrer Interviewpartner.innen von damals auf und legt offen, wie sich ihre Kapitalismuskritik in den Versuch verwandelt hat, das System von innen heraus zu reformieren. Einige von ihnen hat das dazu gebracht, sich als Unternehmer.innen im Bereich der Solar- und Windenergie oder in der Fahrradbranche zu betätigen. À la fin des années 1970, en réaction à la mentalité du tout-jetable de la société de consommation, de jeunes gens bien formés fondèrent des entreprises expérimentales dans lesquelles ils étaient non seulement les expérimentateurs, mais aussi les cobayes. Leur objectif était de prouver que des formes de production autogérées pouvaient remplacer les formes capitalistes en inversant les objectifs et les contraintes du système capitaliste. Au lieu de maximiser les profits, ils voulaient créer un nouveau monde du travail, sans hiérarchies ni aliénation, où la production de biens socialement et écologiquement utiles était au centre et au sein duquel le travail dans l’entreprise n’était pas séparé de la vie sociale et personnelle. Quatre décennies plus tard, j’ai fait un retour sur cette époque avec les protagonistes de ces expérimentations. Ils ont réfléchi aux expériences vécues pendant ces années, qui continuent aujourd’hui encore de les définir. Leurs perspectives sont importantes non seulement pour une rétrospective historique, mais aussi pour les débats actuels sur la post-croissance, les biens communs (commons) et l’économie circulaire. Dans les années 1980, le travail autodéterminé n’était pas seulement conçu comme le perfectionnement de la compétence technique, mais aussi comme l’expression d’un vaste projet sociopolitique. Idéalement, la rigueur technique devait aller de pair avec la responsabilité éthique, l’auto-organisation démocratique avec une réflexion écologique visant à surmonter les principes de la production capitaliste axés sur la maximisation des profits, la mise à l’échelle et l’obsolescence programmée. Le scepticisme à l’égard de l’État était profondément ancré dans le mouvement alternatif des années 1980. Beaucoup considéraient les « subventions étatiques » comme problématiques, le risque de dépendre des rapports de force changeants semblant trop grand. Mais avec l’expérience acquise au cours de décennies d’engagement écologique et entrepreneurial et le recul sur les succès et les échecs, le regard de nombreux anciens collectivistes sur le rôle des structures et des interventions étatiques a changé et s’est nuancé. Il est aujourd’hui largement admis que le marché seul ne pourra pas apporter les changements nécessaires en matière de durabilité. Cela déplace également l’attention sur la manière dont la transformation sociale pourrait être réalisée. La solution aux problèmes sociaux et écologiques ne peut être attendue des consommateurs solidaires et « responsables » qui achètent des produits utiles sur un marché de niche, mais doit venir des citoyens qui élisent les représentants du peuple et les législateurs et les tiennent pour responsables afin qu’ils adoptent des lois et des réglementations qui rendent à nouveau possible le sens du travail. </description>
      <pubDate>mer., 14 janv. 2026 10:30:47 +0100</pubDate>
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      <title>Feministische Perspektiven auf Ökologie und Kapitalismus </title>
      <link>https://www.ouvroir.fr/apropos/index.php?id=271</link>
      <description>Im letzten Jahrzehnt hat das ökofeministische Denken in der französischsprachigen Welt einen beeindruckenden Erfolg in der Verlagsbranche erlebt, der sogar zu aktuellen Übersetzungen alter Texte des deutschen Ökofeminismus geführt hat. Dieser Artikel geht von der Hypothese aus, dass das wachsende Interesse am ökofeministischen Denken auf die Grenzen der politischen Ökologie zurückzuführen ist. Letztere versucht, die ökologische Katastrophe oft ausschließlich durch die kapitalistische Wirtschaftsordnung zu erklären. Die Kritik an der politischen Ökonomie hat das ökofeministische Denken zwar stark inspiriert, sie distanziert sich aber auch in einigen Punkten davon. Im ersten Teil des Artikels wird die Rolle der politischen Ökonomie in den Werken von zentralen Ökofeministinnen wie Françoise d’Eaubonne, Maria Mies und Veronika Bennholdt-Thomsen dargelegt. Im zweiten Teil untersuche ich, wie diese Arbeiten Geschlecht und Sexualität betrachten, und im letzten Teil wende ich die Erkenntnisse aus den ersten beiden Teilen auf neuere Trends im Bereich der Ökologie und der Geschlechterforschung an, um die jüngsten Entwicklungen zu diskutieren. Cornelia Möser examine à travers une comparaison franco-allemande les liens entre écologie, féminisme et critique du capitalisme. Elle montre comment, dans les années 1970, l’écoféminisme remet en question le productivisme et l’idéologie de la croissance illimitée, commune au capitalisme et au socialisme. En France, Françoise d’Eaubonne, inscrit sa critique du capitalisme dans une critique plus large du patriarcat : la racine de la crise écologique résiderait dans l’appropriation masculine de la nature et de la fécondité féminine. La critique est d’abord d’ordre éthique, orientée vers une révolution des valeurs et des rapports de genre. En Allemagne, domine au contraire une approche matérialiste incarnée par les écrits de Maria Mies, Veronika Bennholdt-Thomsen et Claudia von Werlhof (ce que l’on appelle désormais l’École de Bielefeld, Bielefelder Schule). Selon cette approche, le capitalisme, en exploitant le travail domestique, les colonies et la nature, reproduirait une domination patriarcale qui lui serait antérieure. Alors qu’en Allemagne, l’écoféminisme tend aujourd’hui à prendre ses distances avec l’« économisme » des pionnières de la Bielefelder Schule et leur assimilation de la femme à la nature, Cornelia Möser voit une plus grande continuité dans les approches françaises de l’écoféminisme. </description>
      <pubDate>mer., 14 janv. 2026 10:42:24 +0100</pubDate>
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      <title>Catastrophes et capitalisme. Produire et tirer profit des feux de forêt dans les Landes de Gascogne (2022) </title>
      <link>https://www.ouvroir.fr/apropos/index.php?id=284</link>
      <description>Isabelle Desportes s’intéresse à la fabrique des catastrophes naturelles à travers l’exemple des feux qui ont ravagé, à l’été 2022, la forêt des Landes de Gascogne. Ces catastrophes sont qualifiées de naturelles alors qu’elles ne le sont pourtant pas : d’une part, parce que les activités humaines, via le réchauffement climatique, affectent de plus en plus la probabilité de survenance des phénomènes météorologiques qui les déclenchent ; d’autre part, parce que la vulnérabilité des territoires à ces risques est le produit de la dynamique d’accumulation du capital et de stratégies foncière dans la longue durée, tel que le développement forestier puis touristique dans le cas des Landes. Mais le capital trouve aussi à se déployer avec la catastrophe, soit que la prévention et la gestion des catastrophes soient traversées de logique néolibérale, soit que la catastrophe elle-même ouvre de nouveaux espaces à l’appropriation capitaliste. Der Aufsatz untersucht die Waldbrände in den Landes de Gascogne bei Bordeaux im Sommer 2022, die von den meisten Betroffenen als ein überwältigendes kollektives Ereignis erlebt wurden. Mehr als 30.000 Hektar Fläche wurden zerstört, über 50.000 Menschen evakuiert und rund 3.000 Feuerwehrkräfte aus 60 französischen Départements sowie sieben europäischen Ländern waren im Einsatz. Aufbauend auf drei Monaten Feldforschung in der Region (März – Mai 2025), einschließlich Geländebegehungen, Analyse von Sekundärermaterial und 35 halbstrukturierter qualitativer Interviews, wird das Spannungsfeld zwischen „verengten“ und „erweiterten“ Deutungs- und Handlungsspielräumen im Umgang mit Katastrophen beleuchtet. Die beiden von Bränden heimgesuchten Wälder unterscheiden sich in Topografie, Eigentumsstrukturen und Bewirtschaftungsformen. Rund um La Teste-de-Buch werden sie traditionell genutzt oder staatlich verwaltet, westlich der Gemeinde Landiras ist die Landschaft von privater Kiefer-Monokultur geprägt. Trotz dieser Unterschiede weisen beide Gebiete ähnliche, historisch verankerte Dynamiken der Risikoproduktion auf. Diese sind eng mit ökonomischem Nutzungsdruck verknüpft – sei es durch Übertourismus, Urbanisierung oder intensive Forstwirtschaft – häufig auf Kosten von Umwelt- und Risikoprävention. Der Aufsatz verfolgt zwei zentrale Ziele. Erstens wird aufgezeigt, wie das neoliberale Paradigma den Umgang vieler staatlicher und mächtiger privater Akteure mit den Waldbränden auf technische und individuelle Lösungsansätze verengt – etwa auf private Versicherungen, auf für Anlieger verschärfte Pflichten zur Räumung von Unterholz oder auf Investitionen in Überwachungs- und Brandbekämpfungstechnik. Zweitens wirft die Studie Licht auf kommunale und zivilgesellschaftliche Initiativen wie juristische Auseinandersetzungen um Risikopräventionspläne oder Proteste gegen neue Ölbohrungen auf verbrannten Flächen. Diese zeichnet aus, dass sie die lokale mit der globalen Ebene verknüpfen, eine größere zeitliche Skala anlegen (und damit historische Risikoproduktionsprozesse, den Klimawandel und die Rechte künftiger Generationen miteinbeziehen) und neue Themen einbringen: Forstpolitik, Korruptionsbekämpfung, den Erhalt öffentlicher Dienstleistungen oder die Rechte der Natur. Die Brände erscheinen somit sowohl als Symptom der Klimakrise als auch als Katalysator gesellschaftlicher Auseinandersetzungen. Eine systematische Integration sozialer und ökologischer Gerechtigkeitsfragen in die Katastrophendeutung sowie eine tiefgreifende sozio-ökologische Transformation – jenseits kapitalistischer Wachstumslogiken – erweisen sich als Voraussetzungen, um zukünftige Risiken gerechter und wirksamer zu bewältigen. </description>
      <pubDate>mer., 14 janv. 2026 10:56:12 +0100</pubDate>
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      <title>Eine ökologische Rechtfertigung? Konflikte in der Naturpolitik </title>
      <link>https://www.ouvroir.fr/apropos/index.php?id=296</link>
      <pubDate>mer., 14 janv. 2026 11:53:39 +0100</pubDate>
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      <title>La crise du bois au xviiie siècle : mythe ou miroir de la réalité ? </title>
      <link>https://www.ouvroir.fr/apropos/index.php?id=300</link>
      <pubDate>mer., 14 janv. 2026 12:04:30 +0100</pubDate>
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      <title>Écologie et capitalisme : un objet sans frontières ? </title>
      <link>https://www.ouvroir.fr/apropos/index.php?id=292</link>
      <pubDate>mer., 14 janv. 2026 11:10:55 +0100</pubDate>
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      <title>Ökologie und Kapitalismus. Ein Objekt ohne Grenzen? </title>
      <link>https://www.ouvroir.fr/apropos/index.php?id=294</link>
      <pubDate>mer., 14 janv. 2026 11:24:14 +0100</pubDate>
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